Donnerstag, 19. Juni 2014

Mitternachtsgedanken #1 – Disney-Mädchen

Es ist beinah jeden Abend so: ich liege mit offenen Augen im Bett. Alles dunkel. Zwischendurch bewegt sich das Rollo und schenkt dem Raum ein wenig Licht. Die Beine irgendwie verknotet unter meiner Bettdecke. Die Gedanken rasen mir durch den Kopf. Sobald ich die Augen schließe, kommt dieses Hämmern – als würde es sagen wollen "Du darfst jetzt noch nicht schlafen! Wir müssen erst noch nachdenken!" – über alles! Ich zerdenke meine Gedanken regelrecht. Wiege jede Möglichkeit ab...und finde keine Ruhe. Keinen Schlaf. 
Der Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich schon zwei Stunden wach liege. 
"In weniger als sechs Stunden musst du wieder fit sein!"
Und um die Gedanken loszuwerden, schreibe ich sie auf. Mitten in der Nacht. 
Mitternachtsgedanken.

Dass Menschen in dein Leben treten, sich gewissermaßen dein Vertrauen erschleichen, dann um sich schießen und ein einziges Schlachtfeld hinterlassen. Gefühlsmäßige Amokläufe. Regelmäßig. Anders kann man es nicht nennen. Und dann ärgere ich mich wieder über mich selbst. So naiv, absolut nicht nachtragend und einfach nicht dafür gemacht, das Negative in den Menschen zu erkennen und vor allem zu akzeptieren. Lieber ausblenden. Wegschieben. anstatt darauf zu reagieren. Schützen.
Die meisten Schmerzen füge ich mir also selbst zu. Mit meiner Leichtgläubigkeit. Ich bin ein Disney-Mädchen. Manchmal handle ich so. Und leider erwarte ich auch von anderen Menschen, manchmal ein bisschen mehr "Disney" zu sein. So ein märchenhaftes Happy End...
Und dann schleicht sich die Enttäuschung ein. Immer wieder. Ich Hoffnungskind. Man wird es mir nie mehr austreiben können. Lemminge. Eintagsfliegen oder der Goldfisch, der seine ewigen Runden dreht ohne es zu wissen.

Montag, 2. Juni 2014

Über Mut und die Sache mit dem dickeren Fell



Wenn man es genau nimmt, so handelt es sich bei einem "Blog" um eine Art Tagebuch. Ich hab schon ziemlich lange nicht mehr geschrieben, was mich bewegt. Irgendwie keine Zeit gefunden. Alles war wichtiger. Ich schreibe gern, also warum sollte ich nicht versuchen es wieder in mein Leben zu integrieren. Für mich. Um mir Sachen bewusst zu machen. Verarbeiten. Einfach loszuwerden. Für mich & wenn Du magst, auch für Dich. Auf so einem persönlichem Blog darf es auch mal persönlich werden. Also denke ich, werd ich den Kram mit der halbherzigen Modeschiene einfach mal sein lassen – es gibt tausend Bessere! – und meinen Blog als Instrument für mich nutzen.

...Wenn ich heute daran zurückdenke, wie ich vor knapp 5 Jahren meine Sachen packte und einfach auszog – woher hatte ich diesen Mut?
Kompletter Neuanfang. Nur Ich. Mein Leben. Meine Verantwortung – oh wie spannend es war!
Familie und Freunde wurden oft enttäuscht, weil doch alles so neu und aufregend war. Ich träumte – das tat ich schon immer. Tu ich immer noch! Ich bin ein kleines Hoffnungskind. Ein bisschen naiv, lange nicht bereit erwachsen zu werden. Aber Hauptsache weg und zumindest so erwachsen tun! Andere haben schließlich schon viel mehr geschafft.

Gut, dass ich so weit weg war! Diese Unabhängigkeit gefiel mir von Tag zu Tag besser.
Aus der WG in die eigene Wohnung. Selbstverwirklichung in allen Räumen!
Ich liebe meine Wahlheimat (eine wirklich wunderschöne Stadt), aber das Heimweh...das hat sich eingeschlichen. Ganz still und heimlich und nach diesem Wochenende kann ich es auch nicht mehr leugnen. Ich gestehe es mir selbst ein.
Sonntag. 4 Stunden Zugfahrt. Zeit zum Nachdenken. Resümieren. Todmüde ins Bett fallen. Vermissen. Schlaflos sein. Von 100 auf 0. Ich höre nur noch meinen Herzschlag und die Gedanken rasen mir unaufhaltsam durch den Kopf.

Montag. Heute kann ich sagen, dass es zwar damals auf jeden Fall der Richtige Schritt war, aber leider habe ich wohl den Zeitpunkt verpasst, an dem ich auch meiner neuen Wahlheimat wieder hätte den Rücken kehren sollen.
Ich bin unglücklich und ich frage mich, wie es so weit kommen konnte. Ich in meinem Selbstmitleid. Meine Arbeit ist mein Lebensmittelpunkt. Ich bin nur noch ein ganz kleiner Teil im Leben meiner Familie und meiner Freunde. Ich bin einsam und mutlos.
Es wird Zeit. Wendepunkt. So nennt man es wohl, wenn man sich eingesteht, dass sich etwas ändern muss...

Sonntag, 12. Januar 2014

Sonntag.

wenn das Wochenende bevorsteht, wird es wahrscheinlicher.
Ich sitze da, die Augen tränenüberströmt.
Fragende Gesichter. "Was ist los?" - "ich weiß nicht..."
Ich weiß es nicht. Wirklich. Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Mein Körper hat Schmerzen.
Und manchmal fühlt es sich an, als würde jemand auf mir sitzen und mir die Kehle zudrücken.
Unerträglicher Druck. Ganz unvorhersehbar.
Und so viele Tränen! Ich müsste austrocknen.

Sonntag - Wochenende: Ende. 
Schlafen. Aufstehen. Funktionieren.
Alter Rhythmus. Alles auf Anfang. 

Sonntag, 5. Januar 2014

lebensverändernde Rottöne.


Ach scheiße.
Es ist doch immer nur eine Frage der zeit, bis Frau sich denkt: "Drauf geschissen - die Haare müssen anders!" Und dann gibt Frau ihren eh schon kaputten Haaren wieder ne Chemiefaust. Muss das denn sein?
Ja! Scheinbar muss das so sein. Einige neigen dazu, zum Frisör zu rennen und lassen die Schere sprechen.
Ich bin kein Fan von Frisören und von Scheren sowieso nicht. Also renn ich in den nächsten Laden, schlendre durchs Regal und Frage mich: "welcher Rotton wird diesmal mein Leben komplett verändern?!"
Woher ich immer wieder aufs Neue diese Illusion nehme, weiß ich auch nicht so recht, aber sie hilft mir scheinbar durch ekelige Zeiten.
Hach – ich Hoffnungskind!


Intensives Kupfer. Heller und orangiger (gibts das Wort?!) – das ist also die Farbe für 2014. Zumindest für die ersten Monate...oder eben Wochen. Mal sehen was das Jahr noch so mit mir vor hat und wie lange ich ohne eine lebensverändernde Haarfarbe auskomme.

Und sonst so? Vorsätze?
Nein, nicht wirklich.
Ich habe mir vorgenommen, das Leben nicht immer so ernst zu nehmen.
Ich faste seit dem 2., um danach endlich mal wieder eine Ernährungsumstellung wirklich voll und ganz durchzuziehen.
Und außerdem möchte ich dieses Jahr endlich mal in den Urlaub fliegen. So mit Sonne, Strand und Meer. Mit all inclusive, Cocktails und son kram. Faulenzen und braun werden. Der Spartopf füllt sich langsam und ich bin schon seit fast 24 Jahren dazu bereit endlich mal weiter als die Niederlande zu kommen!

Und weil man Sonntags immer so viel Zeit hat gibts ne bunte Zusammenstellung, von damals bis heute...

Hairstory.